Lichttechnische Begriffe

Lichtstrom Lumen [lm]:

Jede Lichtquelle gibt eine bestimmte Strahlungsleistung ab.  Der Lichtstrom gibt, in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit des menschlichen Auges für Wellenlängen von 380nm (blau) bis 780nm (rot), diese Leistung in Lumen [lm] an.

 

Der Lichtstrom berücksichtigt dabei die in alle Richtungen ausgesendete Strahlung. Häufig wird er auf Verpackungen von Leuchtmitteln angegeben und ermöglicht so einen ersten Eindruck über die Leuchtkraft des Leuchtmittels.

Lichtstärke Candela [cd]:

Viele Leuchtmittel leuchten nicht in alle Raumrichtungen ab, sondern werden durch Optiken oder Reflektoren gelenkt. In diesem Fall ist es gebräuchlich die ausgesendete Leistung in der Lichtstärke­einheit Candela [cd] anzugeben. Sie bezieht die Strahlungsleistung auf eine kreisförmige Fläche, die durch einen Raumwinkel in Steradiant, festgelegt wird. Ein Steradiant schließt auf der Oberfläche einer Kugel mit dem Radius r = 1m eine Fläche A = r² = 1m² ein.

Eine einfache Angabe des Lichtstroms für Leuchtmittel, die mit Reflektoren gepaart sind, kann also nicht ausreichend die Strahlungsleistung im beleuchteten Bereich angeben.

Beleuchtungsstärke Lux [lx]:

Die Beleuchtungsstärke gibt die Helligkeit an einem bestimmten Ort an, der von einem oder mehreren Leuchtmitteln bestrahlt wird.  Ein Lux bedeutet, dass eine 1m² große Fläche gleichmäßig von einer ein Lumen starken Lichtquelle beleuchtet wird. Dabei nimmt die Beleuchtungsstärke mit der Entfernung zur Lichtquelle quadratisch ab. Heißt, wenn sich die Entfernung verdoppelt, ist die Beleuchtungsstärke auf ein Viertel ihres vorherigen Wertes gefallen.

 

Vor Allem bei der Festlegung von Richtlinien wird auf die physikalische Größe Lux zurückgegriffen, da sie ortsspezifisch angibt welchen Wert die Helligkeit besitzt. So soll beispielsweise die Helligkeit an einem Schreibtisch nie unter 500 Lux fallen. 

Lichtfarbe / Lichttemperatur Kelvin [k]:

Unter dem Begriff Lichtfarbe kann man sich leicht etwas vorstellen. Wenn jedoch von Lichttemperatur gesprochen wird, fällt es schwerer eine Vorstellung zu entwickeln. Sie gibt jedoch ebenfalls eine Aussage über das Farbspektrum der Strahlung.

 

Das Licht einer Glühlampe entsteht durch den glühenden Draht. Mit zunehmender Temperatur des Glühdrahts ändert sich die Farbe vom rötlichen bis zum weißen Glühen. Die Lichttemperatur beschreibt die Farbe des Lichts in Kelvin, bezogen auf die Temperatur des Glühdrahts.