Historie der LED

Bereits 1907 entdeckte Henry Joseph Round, dass durch das anlegen einer elektrischen Spannung an einen Festkörper Licht erzeugt werden kann. Da sich der Festkörper, ein Siliziumkarbid-Kristall, bei der Erzeugung des Lichts nicht erwärmte, beschrieb der Entdecker das Licht als „kalt“. Round war seiner Zeit jedoch auf der Suche nach Radiodetektoren, weshalb der entdeckte Effekt zunächst nicht weiter verfolgt wurde.

 

Erst 1927 bis 1942 führte Oleg Lossew die Untersuchungen weiter. Sein Ziel war der Einsatz der neuen Lichterzeugung in der Nachrichtentechnik. Parallel dazu entdeckte auch George Destriau 1935 einen ähnlichen Leuchteffekt an einem weiteren Festkörper (Zinksulfid) und benannte das ausgestrahlte Licht „Lossew-Licht“.

 

Das damalige theoretische Verständnis reichte jedoch nicht aus, um den neu entdeckten Effekt physikalisch erklären zu können. Erst mit den Fortschritten in der Halbleiterphysik, vorangetrieben durch die Entwicklung des Transistors, konnte 1951 eine hinreichende Erläuterung des Effekts gefunden werden. Da nachfolgend der Erfolg mit der Forschung an Zinksulfid ausblieb, konzentrierte man sich ab 1952 auf den Einsatz von Halbleitermaterialien wie Silizium.

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1957 begann schließlich die intensive Untersuchung der Lichterzeugung mittels Halbleiter­materialien. Damit einhergehend wurde auch die Entwicklung der benötigten Materialien weiter vorangetrieben, sodass es 1962, 55 Jahre nach Entdeckung des Effekts, durch den Einsatz von künstlich gewonnen Mischkristallen aus Galliumarsenid (GaAs) und Galliumphosphorid (GaP) in einer Licht emittierenden Diode (LED) möglich wurde, sichtbares Licht zu erzeugen.

 

Seitdem hat sich die LED-Technologie stätig weiterentwickelt. War zu Beginn nur eine Ausbeute von 0,1 Lumen pro Watt möglich, können mittlerweile Ausbeuten mit Spitzenwerten von bis zu 100 Lumen pro Watt erreicht werden. Hierbei ist ein Ende der Fortschritte noch nicht absehbar.